Dieses Jahr haben wir uns mit einer tollen Gruppe auf den Weg nach Trier gemacht. Diese bestand aus 13 Pilgern und 5 Brudermeistern beziehungsweise Betreuern. Es war für alle aufregend, und alle freuten sich auf 4 Tage Erholung der besonderen Art und endlich wieder auf Wallfahrt gehen zu dürfen. Das Abendteuer konnte starten.
Den Donnerstag bestritten wir erstmal mit dem Kennenlernen der Pilger. Wir nahmen aufgrund der 750 Jahrfeier des Schloss Merodes an der diesjährigen Frohnleichnahmsprozession rund um das Schloss teil. Die Bruderschaft gestaltete den ersten Altar, danke dafür nochmals an Maria Thelen, und 4 unserer Pilger lasen dort Fürbitten. Wieder im Schlosshof angekommen bekamen wir durch den Prinzen einen Segen und dieser gab uns ein paar Gedanken mit auf den Weg. Vielen Dank hierfür nochmals.
Nach dem Mittagessen ging es dann „richtig“ los. Die ersten Etappen wurden langsam angehen gelassen, die Jungpilger mussten erst einmal in „Schwung“ kommen. Zwischen den einzelnen Etappen gab es leckere Stärkungen. Das Wetter meinte es gut, bei strahlendem Sonnenschein machte es sichtlich Spaß. In Schwammenauel angekommen, konnte der dort auf dem Spielplatz stehenden Schaukel niemand wiederstehen und es wurde eine spaßige Pause.
Auch der Rest des Tages verlief wie im Flug und ohne Probleme. Am Abend wurden die zuvor gesammelten Steine bemalt und konnten über Nacht trocknen.
Am Freitag hieß für alle früh aufstehen. Die Koffer wurden gepackt und es ging in die Autos. Die Pilger waren noch müde und somit wurden die ersten Meter schweigend und leise verbracht. Nach den ersten Anstiegen wurden die Pilger wacher und fingen an den Tag mit Leben zu füllen. Wir liefen, sangen, unterhielten uns und bestritten dabei Meter um Meter. Nach einem anregenden und mit tollen Liedern bestückten Wortgottesdienst, unter der Leitung der Brudermeisterin Annika Spies, ließen wir uns den Kaneelstuten und andere Leckereien schmecken.
Der Nachmittag verlief bei herrlichem Wetter wie im Flug. Zwar kehrten die ein oder anderen Probleme bei den Mädels so auf, wie man denn den Toilettengang zum Beispiel in freier Natur erledigen solle. Aber diese wurden dann geklärt und es konnte weiter gehen. Natürlich bleiben bei so einer „großen“ Gruppe weiblicher Pilger, die ein oder andere Stichelei nicht aus.
Über den Tag verteilt wurden an verschiedene Pilgersteine, Kreuzen oder an besondere Orte diverse Steine der Pilger gelegt, damit diese vom nächsten Mitgenommen und erneut verteilt werden können.
Am Abend wurden dann individuelle Rosenkränze geknüpft.
Samstags konnten wir dann etwas länger schlafen und auch in der Jugendherberge Frühstücken. Es war herrliches Wetter, sehr warm und strahlender Sonnenschein. Es wurde gesungen, gelacht, und das ein oder andere Tier am Morgen entdeckt.
Hinter der Autobahnbrücke wurde dann kurzerhand das Thema des gestrigen Nachmittages aufgegriffen und es wurde den Pilgern unter der Leitung von Alwin Spies ein kleines spontanes Theaterstück gespielt. Dieses sorgte bis zum Mittag für einige Gedanken und sorgte für Gesprächsbedarf bei den Pilgern.
Auf dem ein oder anderen Teilstück kamen dann die selbstgebastelten Rosenkränze zum Einsatz. Nach kurzer Erklärung wurde ein Rosenkranz (Kurzform) gebetet. Es gab danach Mittagessen bei einer sehr netten Dame in Baasem, wo wir die Toilette nutzen konnten. Zum Dank wurde ein besonders schöner stein ausgesucht und eine Karte dazu geschrieben am Abend. Diese machte sich dann auf den Weg nach Baasem. Am Nachmittag wurde gesungen und die Landschaft genossen.
Zur Kaffeepause am Eifelkreuz wurde ein erneutes Theaterstück dargelegt. Hierbei ging es um die Problemlösung des ersten Stückes. Alle trugen dazu bei und freuten sich gemeinsam eine Lösung gefunden zu haben.
Dann brach aber leider schon der letzte Tag an. Der Sonntag. Wir gingen an der Mosel entlang, beteten den Rosenkranz und genossen die Landschaft. Auf dem Vorplatz der Basilika wurden wir von Pilgerpater Athanasius empfangen. Anschließend besuchten wir die Sonntagsmesse in der Basilika. Nach dem Fotoshooting gingen wir gemeinsam in die Stadt und nahmen dort unser Mittagessen in einem Restaurant unserer Wahl ein. Danach trafen wir uns alle in „unserer“ Eisdiele an der Porta Nigra um noch ein Eis zu essen. Anschließend gingen wir gemeinsam zu den Autos und traten die Heimfahrt an.
Am Friedwald an der Schevenhüttener Landstraße wurden wir von einigen uns bekannten Gesichtern erwartet. Einige Eltern und vor allem einige der Erwachsenenpilgergruppe waren gekommen. Sie begleiteten uns das letzte Stück bis zur Pfarrkirche in Schlich. Vor dem Abmarsch wurden noch das Pilgerkreuz und der Brudermeisterstab mit Blumen geschmückt. Dies alles hat uns viel Freude bereitet, sodass wir nächstes Jahr auf ein Wiedersehen hoffen. Alle kamen gesund und munter in Schlich an.
Nach einer kurzen Andacht und einigen Dankesworten an alle die zum Gelingen der Wallfahrt beigetragen haben, hieß es Abschied nehmen. Jeder verabschiedete sich von jedem. So ging auch in diesem Jahr eine weitere schöne Wallfahrt mit vielen Freundschaften und viel Spaß zu Ende.
Yvonne Poctejnsky